Wie die Gender Gap in der Medizin Frauen gefährdet

Wie die Gender Gap in der Medizin Frauen gefährdet

Wenn dein Schmerz ignoriert wird – Eine Geschichte, die viele Frauen kennen

Frauen werden in der Medizin seit Jahrhunderten übersehen – sei es in der Forschung, bei Diagnosen oder in der medizinischen Versorgung. Während Krankheiten wie Herzinfarkte, ADHS oder Autoimmunerkrankungen bei Männern oft schnell erkannt werden, werden sie bei Frauen systematisch übersehen oder falsch diagnostiziert - denn Symptome wurden häufig an Männern erforscht.
Ein besonders drastisches Beispiel ist ADHS bei Frauen. Jahrzehntelang galt die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung als „Jungenkrankheit“, mit typischen Symptomen wie Hyperaktivität und Impulsivität. Doch Frauen zeigen oft andere Symptome, darunter innere Unruhe, Vergesslichkeit oder emotionale Überlastung – Symptome, die häufig als „Stress“ oder „Empfindlichkeit“ abgetan werden. Das Ergebnis? Viele Frauen erhalten erst im Erwachsenenalter, eine Diagnose, nachdem sie selbst dafür gekämoft haben.

Dieses Muster zieht sich durch die gesamte Medizin: Krankheiten, die Männer betreffen, werden ernst genommen, während Frauen häufig hören: „Das ist doch nur psychosomatisch.“ Diese Gender Gap ist nicht nur frustrierend – sie kann lebensgefährlich sein.
Doch warum passiert das? Und was können wir dagegen tun

Die unsichtbare Lücke: Warum Medizin nicht für Frauen gemacht wurde

Medizin - ein System für Männer? Ja, leider.
Die moderne Medizin basiert auf jahrzehntelanger Forschung – die fast ausschließlich an Männern durchgeführt wurde. Medikamente, Diagnostik, Symptome: Alles orientiert sich am männlichen Körper. Während Frauen erst in den letzten Jahrzehnten an die Vorfront der Medizin gestoßen sind, haben Männer schon jahrelang Männer erforscht. Forschung ist teuer und Forschungsgelder werden immer noch vermehrt von Männern an Männerthemen vergeben.

Info: 70% der in Gesundheit, Medizin und Pflege Beschäftigten sind Frauen, aber nur 25% der Führungskräfte sind das auch. Statistiken über das Geschlecht der Geldgeber, konnten wir nciht finden.

Frauen als "Mini-Männer"? Ein fataler Irrtum.
Es scheint so als wäre man einfach davon ausgegangen, dass Männer und Frauen sich aus medizinischer Sicht ähneln und Krankheiten sich deshlab auf die selbe Art und Weise äußern. Das ist nicht nur eine absolut merkwürdige Herangehensweise, sondern auch noch absolut falsch! So zeigt sich das im wahren Leben, am Beispiel von Herzinfarkten:

Die Ausgangslage: Frauen haben oft ganz andere Symptome als Männer, etwa Übelkeit oder Rückenschmerzen. Trotzdem werden Diagnosen immer noch am "männlichen Standard" gemessen – und lebensgefährliche Fehldiagnosen sind die Folge. Nur 1% der Forschungsgelder für Herzkrankheiten konzentrieren sich auf frauenspezifische Symptome.

Die Folge: Frauen mit Herzinfarkt haben eine 50% höhere Wahrscheinlichkeit, falsch diagnostiziert zu werden.

Behandlung: Studien zeigen, dass Frauen seltener starke Schmerzmittel erhalten als Männer, weil ihre Schmerzen systematisch unterschätzt werden. Medikamente werden oft für den männlichen Körper dosiert – das kann bei Frauen zu stärkeren Nebenwirkungen führen.

Die Folgen: Wenn Frauen für die Gender Gap zahlen

Die Gender Gap in der Medizin ist kein abstraktes Problem. Sie betrifft unser tägliches Leben, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Es gibt zahlreiche Krankheiten, die Frauen besonders betreffen, aber kaum erforscht wurden.

Außerdem Frauen müssen härter kämpfen, um gehört und behandelt zu werden. Wer sich nicht selbst informiert, riskiert Fehldiagnosen, unnötige Schmerzen und massive gesundheitliche und psychische Schäden - wer will schon die nervige Alte sein die ständig denkt mit ihr Stimme etwas nicht ... Wieso ist das aber so? Wieso werden Frauen nicht ernst genommen? Wieso werden unsere Symptome nicht erkannt und wieso müssen wir unseren Arzt davon überzeugen, das etwas nicht stimmt? Das Problem ist erschreckend weitgreifend und gefährdet Leben, wie so häufig ein Problem des Patriarchats - somit extrem schwierig zu lösen, denn das Patriarchat ist immer noch allgegenwärtig.
Doch es reicht! Wir müssen das ändern.

Es ist Zeit, laut zu werden: Was du tun kannst

Wir dürfen nicht länger warten, bis sich das System von selbst ändert. Es ist an der Zeit, unsere Gesundheit in die Hand zu nehmen.

Das kannst du tun:
✔ Fordere bessere Aufklärung – Sprich mit deinen Ärzt:innen über weibliche Symptome.
✔ Lass dich nicht abspeisen – Bestehe auf eine zweite Meinung, wenn du dich nicht ernst genommen fühlst.
✔ Vernetze dich mit anderen Frauen – Tauscht euch über eure Erfahrungen aus und unterstützt euch gegenseitig.
✔ Unterschreibe Petitionen – Setze dich für mehr Forschung zu Frauengesundheit ein.
✔ Sprich darüber! – Je mehr wir darüber reden, desto größer wird der Druck auf das Gesundheitssystem.
Community zählt!
Wir wollen nicht mehr stillschweigend leiden. Wir wollen eine Medizin, die alle berücksichtigt – nicht nur Männer!

Lass uns gemeinsam die Veränderung sein. Teile diesen Artikel, erzähle deine Geschichte und werde Teil der Bewegung für eine gerechtere Gesundheitsversorgung. 

Torna al blog

Lascia un commento

Si prega di notare che, prima di essere pubblicati, i commenti devono essere approvati.