Periodenunterwäsche - Warum ich viel zu lange gewartet habe zu wechseln

Periodenunterwäsche - Warum ich viel zu lange gewartet habe zu wechseln

Hast du schon einmal vom "Tod durch Tampon" gehört? Das ist kein Mythos, sondern eine reale Gefahr, wenn man einen Tampon zu lange trägt. Das kann nämlich zum toxischen Schocksyndrom (TSS) führen – eine seltene, jedoch potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, verursacht durch bestimmte Arten von bakteriellen Infektionen, oft in Verbindung mit einem zu lange getragenen Tampon.

Zum ersten Mal hörte ich davon, als ich 17 war. Unsere Biologielehrerin erzählte, dass ihre Mitschülerin daran gestorben war, als sie in unserem Alter war. Was sich wie ein Mythos anhörte, wurde zur tödlichsten Realität.

Die Klasse war von Unglauben, Schock und Panik ergriffen. Eine Mitschülerin hob ihre Hand: "Darf ich kurz aufs Klo?", fragte sie. Offensichtlich trug sie einen Tampon und spürte das dringende Bedürfnis, ihn sofort los zu werden.

Ich weiß nicht, warum unsere Lehrerin uns das erzählt hat und was sie damit bezwecken wollte. Vielleicht ging es ihr nur darum, uns aufzuklären, doch sie bot keine echten Alternativen an. Allgemein wird in Schulen viel zu wenig über Sexualität, Verhütung und Menstruation aufgeklärt. Am Ende bleibt man mit Ängsten vor HIV und Schwangerschaft zurück und weiß nur, dass etwas mit Hormonen im Körper vor sich geht, weshalb man seine Periode bekommt.Warum Tampons so schädlich sind
Toxine durch zu lange getragene Tampons sind aber bei Weitem nicht das einzige Problem, das dieses meiner nach viel zu gängige Periodenmittel mit sich bringt: Auch körperschädigende Inhaltsstoffe, Latex oder Duftstoffe sind enthalten, die Allergien auslösen können und im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Als wäre das nicht genug, sind sie auch noch furchtbar für die Umwelt. Denn Tampons bestehen aus umweltschädlichen Materialien, die nicht biologisch abbaubar sind, und ihre Herstellung erfordert chemische Prozesse sowie energieintensive Methoden. Zudem tragen die Plastikverpackungen und -applikatoren zur globalen Plastikverschmutzung bei, besonders wenn sie nicht korrekt entsorgt werden.

Beqeumlichkeit statt Gesundheit? Warum ich so lange Tampons benutzt habe:

Trotzdem hat es fast 10 Jahre gedauert bis ich mein go to Periodenprodukt gewechselt habe. Warum? Darüber bin ich mir selbst nicht ganz sicher. Zugegeben, ich finde sie praktisch. Sie stören nicht allzu sehr im Alltag und lassen sich einfach entsorgen.
Lange Zeit waren sie die einzige wirkliche Alternative zu Binden, bis vor einigen Jahren die Menstruationstasse zum Gesprächsthema wurde, mit der ich mich jedoch nie wirklich anfreunden konnte. Sie erscheint so groß und was, wenn man sie nicht richtig platziert? Hinzu kommt das Sterilisieren. Man muss sie auskochen, was besonders umständlich ist, wenn man eigentlich immer irgendwie auf Reisen ist oder in ZweckWg's wohnt und Torben vom Zimmer gegenüber nicht erklären will warum man so ein Pinkes Ding abkocht.

Vielleicht hatte ich auch einfach andere Dinge im Kopf als Menstruationsprodukte. Erwachsenwerden, Studium, der erste Job, die erste Liebe und der erste Liebeskummer.
Je älter ich jedoch wurde, desto stärker wuchs der Wunsch nach einer Alternative. Was gibt es noch auf dem Markt? Mein Handy schien meine Gedanken gelesen zu haben, denn beim nächsten Mal, als ich gedankenlos durchs Netz scrollte, wurden mir Werbeanzeigen für eine Periodendisk angezeigt.

Periodendisks und wieso sie mir Angst machen

Das Prinzip ist einfach: Sie wird in die Scheide eingeführt und sammelt das Blut. Im Gegensatz zur Tasse funktioniert sie nicht mit einem Vakuum, sondern deckt einfach nur die Stelle ab, aus der das Blut austritt. Das klang zunächst vielversprechend, bis ich die FAQs las. Warum ich das getan habe, weiß ich selbst nicht, denn normalerweise gehöre ich zum Team der Impulskäufer – doch was ich las, schreckte mich sofort ab. Bei falscher Anwendung kann es nämlich passieren, dass sie sich selbst entleert. Stell dir vor, du sitzt ganz entspannt auf dem weißen Sofa deines aktuellen Schwarms, und plötzlich entleert sich die Periodendisk auf die nie wieder sauberzubekommende Mikrofaser. Damit war die Disk für mich keine Option mehr.
Binden raus, Tasse raus, Disk raus – gleichzeitig das unangenehme Gefühl, mir Toxine an einen Ort einzuführen, der das ganz und gar nicht verdient hat. Es blieb nur eine Option: Periodenunterwäsche.

Periodenunterwäsche - ganz anders als erwartet

Irgendwie fand ich das Konzept lange nicht besonders ansprechend. An sich habe ich kein Problem mit dem Blut und dem anschließenden Auswaschen. Was also hielt mich zurück? Binden haben mich immer gestört, weil sie sich wie Windeln anfühlen, das war sicher ein Faktor. Auch kann ich kaum glauben, dass ich das sage, aber die Idee des Free Bleeding war für mich zunächst wenig ansprechend. Spuren des Patriarchats – lieber trage ich Blut in einem toxischen Wattebausch in mir, als es frei laufen zu lassen?
Dennoch ging die Suche nach der richtigen Lösung weiter. Fazit: (Oft)extrem teuer. Und was, wenn sie mir nicht gefallen? Denn seien wir ehrlich, das ist schon ein Investment, und 5 Euro pro Packung Tampons jetzt fühlt sich eben nicht so viel an wie hunderte von Euro auf einmal – echte Girlmath, denn wenn man es richtig ausrechnet, sind Periodenslips auf Dauer einfach günstiger.
Dann stieß ich auf Gotyu, nicht weil ich Unterwäsche kaufen wollte, sondern weil ich mich auf eine Stelle beworben hatte. Die Produkte fand ich cool! Die Slips sahen einfach gut aus und waren auch nicht teuer, also entschied ich mich zunächst für das Discovery-Set – noch bevor ich die Stelle zugesagt bekam.
Zum Glück hat es mit dem Job geklappt und seltsam, das zu sagen, aber auf meine nächste Periode war ich irgendwie gespannt, denn ich wollte sie ausprobieren. Und ich kann nur eines sagen: Pure Begeisterung.

Einfach mal laufen lassen

Periodenunterwäsche von Gotyu hält, und zwar über Stunden. Sie ist absolut auslaufsicher, sie ist bequem, und sie sieht auch einfach verdammt gut aus! Und Free Bleeding... ich liebe es! Es fühlt sich einfach gut an, befreiend, einfach mal laufen lassen und den Tag genießen.
Rückblickend weiß ich nicht, was mich abgehalten hat, wirklich! Ich bin absoluter Fan und kann jedem nur ans Herz legen, aufzuhören, sich irgendwas einzuführen, und den Dingen stattdessen absolut chemiefreien Lauf zu lassen.

Warum es sich so gut anfühlt und wie das erste Mal mit Periodenunterwäsche war, das erfahrt ihr in meinem nächsten Blog. Sichere dir bis dahin doch einfach 10€ Rabatt in dem du dich für unseren Newsletter anmeldest. 

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